Fragen der NNP zum Limburger Wahlkampf


1. Warum sollten die Limburger Sie zum Bürgermeister, zur Bürgermeisterin wählen?  

Die Limburger Bürger und Bürgerinnen sollen mir am 14. März ihre Stimme geben, denn ich nehme die Realität der Klimakrise ernst und gehe nicht fahrlässig mit der Zukunft unserer Kinder um. Ich will die Verkehrswende mit einer autoarmen Stadt umsetzen und deshalb die Stadtlinie viertelstündlich vertakten und dafür sorgen, dass wir ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz haben. Ich will wertvolles Ackerland erhalten, keine unnötige Flächenversiegelung und viele Bäume zusätzlich in der Stadt anpflanzen lassen. Außerdem wird es Zeit, dass Limburg eine Bürgermeisterin bekommt.


2. Wie haben Sie Ihren Wahlkampf finanziert und wie hoch war Ihr Budget?

Für meinen Bürgermeisterwahlkampf hatte ich Kosten in Höhe von 3.232,12 €, die Kosten für den Kommunalwahlkampf von Bündnis 90/DIE GRÜNEN für Limburg beliefen sich auf 4.736,59 €. Finanziert werden diese Kosten durch Zuschüsse vom Landesverband, vom Kreisverband und durch private Spenden. Ich erhielt nur Spenden von Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen. Die privaten Spenden betrugen für den Bürgermeisterwahlkampf und für den Kommunalwahlkampf insgesamt 2.280,00 €. Die genaue Kostenaufstellung ist auf meiner Website eingestellt: birgitgeis-limburg.de


3. Was hat sich bis zum Jahr 2027, dem Ende Ihrer Amtszeit, für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in Limburg verändert?

Limburgs Innenstadt lädt zum Verweilen ein, denn es fahren viel weniger Autos in die Innenstadt. Das liegt daran, dass es jetzt einfach ist, vom Auto auf den Öffentlichen Personennahverkehr und auf das Fahrrad umzusteigen. Die Stadtbusse und kleinere Busse fahren im 15-Minuten-Takt, es gibt ein ausgeklügeltes Car-Sharing-System in der Innenstadt und in den Stadtteilen. Für die Radfahrer gibt es an vielen Stellen abschließbare Fahrradboxen, normale Fahrradständer und die Sicherheit wurde durch neue und rot markierte Fahrradwege erhöht. Es gibt mehrere periphere Parkplätze und ein autonomer Bus fährt vom Bahnhof zum Dom.


4. Welche Grünflächen in der Stadt sollen bis 2027 wie aufgewertet werden?

Der Schafsberg wird in Zusammenarbeit mit der Schafsbergwacht weiter entwickelt, u. a. mit einem Fitness-Parcour, die Eppenau wird als ökologisch wertvolles Gebiet unter Schutz gestellt, das „Paradies“ bleibt als Park naturnah erhalten, die gefällten Bäume im Tal Josaphat werden ersetzt, der Kreuzweg auf dem Greifenberg wird instand gesetzt.

Zwischen Autobahnbrücke und Lichfieldbrücke soll ein Mehrgenerationenpark entstehen, ebenso soll eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn gebaut werden. Das Offheimer und Linterer Wäldchen werden mit klimaresistenten Bäumen aufgeforstet.


5. Wie kann dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Limburg am besten begegnet werden

Auf der einen Seite gibt es eine immer größere Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen für Familien mit Kindern und Singles, auf der anderen Seite einen Gebäudeleerstand in der Innen- und Altstadt und in den Stadtteilen. Deshalb will ich ein Wohnungsleerstandskataster erstellen lassen. Weiterhin müssen wir eine städtische Wohnungsbaugesellschaft gründen. Bei neuen Baugebieten muss festgelegt werden, dass 30 % zum bezahlbaren Wohnraum gehören. Auch leerstehende ehemalige Geschäftshäuser können in Wohnraum umgewandelt und das Programm „Ortsmitte neu erleben“ muss verstärkt gefördert werden.


6. Sollen die Ortsbeiräte mehr Befugnisse erhalten, wenn ja welche?

Die Ortsbeiräte haben die direkteste Verbindung zu den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile. Bei städtischen Angelegenheiten, die den Stadtteil betreffen, müssen sie gehört werden. Ich möchte die Ortsbeiräte aber nicht nur anhören, ich möchte ihnen zuhören. Nur so ist gewährleistet, dass die Anliegen der Stadtteile auch tatsächlich berücksichtigt werden. Zuhören verhindert auch, dass die Stadt gegen das Votum der Ortsbeiräte entscheidet. Auch sollte man den Ortsbeiräten die selbständige Verwendung der Verfügungsmittel „Ortsbeiräte“ nicht einschränken.


7. Wie sieht 2027 die Aufenthaltsqualität in der Limburger Innenstadt aus?

Limburgs Innenstadt ist viel autoärmer geworden. Es gibt weniger Blechlawinen und Verkehrslärm. Der Neumarkt wurde mit einfachen Mitteln umgestaltet: Liegestühle im Sommer um den Georgsbrunnen, mobile Spielgeräte für Kinder, Cafés können sich mit Stühlen und Tischen ausbreiten. Der Kornmarkt ist parkfrei, ein Teil der Grabenstraße und die Hospitalstraße wurden Fußgängerzone. Überall gibt es mehr Grün durch Neuanpflanzungen und dem Erhalt des alten Baumbestandes. Limburgs Innenstadt ist frequentiert von Einheimischen und Auswärtigen, sehr zur Freude des Limburger Einzelhandels und der Gastronomie.


8. Warum werden sich die Limburger Bürger 2027 subjektiv sicherer fühlen?

Das subjektive Sicherheitsempfinden vor allem vieler Frauen und älterer Bürgerinnen und Bürger ist gestiegen, denn die Plätze in Limburg sind gut belebt. Die städtischen Ordnungshüter, die jetzt besser besetzt sind, gehen mit ihren Kollegen von der Polizei und dem Freiwilligen Polizeidienst auf Streife. Die Streifenstrecken werden nicht nur zu Fuß, sondern auch mit E-Bikes und E-Scootern zurückgelegt. So sind die Ordnungshüter sichtbar und können bei brenzligen Situationen sofort eingreifen. Unbelebte Plätze sind gut beleuchtet und auch die Sauberkeit in Limburg erhöht das Sicherheitsgefühl.

Schulstandort Limburg stärken

 

Um über die Schulsituation in Zeiten der Corona-Pandemie zu sprechen, traf sich Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis mit Hans-Joachim Bärenfänger, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreiselternbeirats Limburg-Weilburg.

 

So konnte festgestellt werden, dass Probleme, die vor der Pandemie thematisiert wurden, jetzt in den Hintergrund getreten sind, hierzu gehört z. b. das Schulschwimmen. Andere Probleme, die es auch schon vor der Pandemie gab, haben sich jetzt noch verstärkt: Erfolgreiches Homeschooling und schulischer Erfolg von Kinder hängt immer noch zu sehr vom Bildungsgrad der Eltern ab.

 

Bärenfänger kritisierte, dass Glasfaserkabel an den Straßen in Limburg vor den Schulen zwar verlegt, aber noch nicht an die Schulen angeschlossen sei. Kümmern müsse man sich auch um das Drogenproblem an Schulen bzw. müsse man etwas gegen den Drogenverkauf im Umfeld der Schulen unternehmen. Stadtplanerisch wäre an den Schulen in der Vergangenheit nichts passiert, hier sprach er konkret das Parkproblem um die PPC-Schule, die Friedrich-Dessauer-Schule und die Adolf-Reichwein-Schule an.

 

Geis pflichtete ihm bei, dass der Schulstandort Limburg gestärkt werden müsse, täglich kämen ca. 6.000 Schüler und Schülerinnen nach Limburg. Sie sprach sich besonders dafür aus, an allen Schulen eine durchgehende und verlässliche Nachmittagsbetreuung zu garantieren.

Vereine erfüllen eine große soziale Aufgabe

 

Für Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis haben Vereine eine wichtige soziale Funktion, insbesondere für die Jugendarbeit.

 

Aus diesem Grund sprach sie mit Sascha Gronau, dem Vorsitzenden des Sportanglervereins Limburg. Dieser Verein wurde 2019 110 Jahre alt und hat ca. 690 Mitglieder.

 

„Hervorzuheben ist neben der Hege der heimischen Gewässer auch die hervorragende Jugendarbeit. So bekommen die 60 jugendlichen Mitglieder von den Jugendwarten nicht nur die Angeltechnik vermittelt, sondern auch den waidgerechten Umgang mit der Kreatur. Die Jugendlichen erfahren hierdurch biologische Zusammenhänge und dass Fische keine Objekte sind, sondern Lebewesen“, so Geis.

 

Auch über den Klimawandel sprach Geis mit dem Vorsitzenden Gronau. So sei es in den trockenen, heißen Sommern und den dadurch entstandenen niedrigen Wasserstand und die geringere Fließgeschwindigkeit zur Vermehrung der Braunalgen gekommen, dies führe dazu, dass den Fischen die Kiemen verbrennen und sie dann sterben, erklärte Gronau.

 

Gronau machte auch darauf aufmerksam, dass durch Wasserkraftwerke viele Fische zerfetzt würden. Auch Gitter vor den Turbinen schützten die Fische nicht. Hierzu meinte Geis, dass Wasserkraftwerke Energie ohne schädliche Emissionen erzeugten, aber ein technische Weg gefunden werden müsste, um die Fische zu schützen, z. B. eine Anlage, die die Fische um die Turbinen herumleite.


Die Finanzierung des Wahlkampfs


Damit alle informiert sind, listen wir hier auf, welche Kosten der Wahlkampf der Limburger Grünen verursacht hat und wie sie getragen werden. Die Spenden sind ausschließlich durch Mitglieder der Partei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN erfolgt. Zwei Mitglieder sind selbständig tätig.


Menschen mit Behinderungen


Menschen mit Behinderungen sollten gleichberechtigt Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe in allen Lebensbereichen haben und selbstbestimmt lernen und arbeiten können.

Hierzu gehört u. a. auch die Barrierefreiheit. Durch die Barrierefreiheit wird es gehbehinderten Menschen mit Rollator und Rollstuhl ermöglicht, gewünschte Ziele in der Stadt zu erreichen. Hierzu gehört, dass Höhenunterschiede an Bordsteinen und an Überquerungsstellen auf Fahrbahnniveau abgesenkt werden.

 
 Für Blinde und sehbehinderte Menschen ist es wichtig, dass zur Orientierung im Straßenverkehr Bodenelemente tastbar und kontrastreich gestaltet sind, insbesondere an Fußgängerquerungstellen. Auch an Bushaltestellen ist Blindenleitsystem aus Rillen- und Noppenplatten zu installieren. Zum Teil sind diese Maßnahmen schon umgesetzt. Es ist wichtig, dass in Limburg diese Maßnahmen nicht aus dem Auge verloren und weiterhin umgesetzt werden.

Weiter Maßnahmen sind:

·        Behindertengerechte Gestaltung von öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsräumen, Anlagen und sonstigen der Allgemeinheit zugänglichen Flächen sowie der Freizeitstätten

·        Schaffung behindertengerechten Wohnrauns, Unterstützung bei der Vermittlung solcher Wohnungen und Beratungen über Förderungsmöglichkeiten für behinderte Menschen in Kindergärten Schulen und Beruf

·        Angebote behindertengerechter Freizeitgestaltungen- Veranstaltungsangebote für behinderte Menschen (Teilhabe am öffentlichen Leben

·        Maßnahmen der Stadt zur Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung Behinderter

 

All diese Konzepte müssen weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat abgesprochen werden.

Die Lage des Einzelhandels in der Innenstadt

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis und Cornelius Dehm sprachen mit Horst Hoppe, 1. Vorsitzender, und Reinhard Vohl, 2. Vorsitzender des City-Rings Limburg, die schwierige Lage des Einzelhandels in Limburg. Nicht erst durch den Lockdown im November kam es zu einem Umsatzverlust, der vielen Einzelhändlern die Existenzgrundlage entzieht.

 

Die Vertreter des City-Rings hoffen, dass es durch die Gutschein-Aktion „LimburgPlus“ nach dem Lockdown wieder zu einer Umsatzsteigerung kommt.

Das Kaufverhalten der Kunden, immer mehr im Internet zu bestellen, muss allerdings zur Kenntnis genommen werden. Aus diesem Grund ist es ganz wichtig, den Besuch in der Innenstadt attraktiv zu machen und Besucherströme nach Limburg zu leiten.

 

Geis erläuterte, dass eine autoarme Stadt ohne Blechlawinen und Verkehrslärm hierzu beitragen würde. Einig war man sich darüber, dass Limburg ein gut funkionierendes Stadtmarketing brauche und neue Verkaufskonzepte entwickelt werden müssten.

Altstadt

 

Die Altstadt von Limburg mit dem Dom und dem Schloss ist ein Kleinod und ein Magnet für viele Touristen (anders jetzt zu Corona-Zeiten). Der Limburger Dom zierte sogar einmal den 1.000,00 DM-Schein. Durch viel Eigeninitiative wurden seit den 70er Jahre viele alte Gebäude restauriert.

 

Die Altstadt bedeutet für die Limburger Bürger gleichzeitig kulturelles Erbe und ein Stück Heimat. Dies gilt es ,auch für die nachfolgende Generation, zu bewahren und zu schützen. 

Der Denkmalschutz ist deshalb auch eine staatliche Aufgabe und verankert in der Hessischen Verfassung. Die Denkmalschutzbehörde, soll die Denkmale vor unangemessenen Veränderungen schützen, die den historischen Aussagewert zerstören.


Bei Entscheidungen der Denkmalbehörde muss aber transparent gemacht werden, dass eine Gleichbehandlung der Grundstücksbesitzer gewährleistet ist. 

Letztendlich entscheidet die Stadtverwaltung und das Parlament, welche Projekte in der Altstadt durchgeführt werden. Bei diesen Entscheidungen sollte man aber immer auch das Meinungsbild der Anwohner der Altstadt mit in Erwägung ziehen.


Corona-Management und Städtischer Klimaschutz – Das Tübinger Erfolgsmodell

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis am Dienstag, 09.03., im Gespräch mit OB Boris Palmer


Das Tübinger Modell sorgt sowohl in der Corona Bekämpfung als auch beim Klimaschutz deutschlandweit für Aufmerksamkeit.
Birgit Geis spricht mit dem überregional bekannten Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer über seine erfolgreiche Stadtpolitik, die sowohl beim Corona-Management als auch beim Klimaschutz für beispielhafte Erfolge steht.

Boris Palmer ist seit 2007 Oberbürgermeister der Stadt Tübingen und einer der bekanntesten Grünen Kommunalpolitiker Deutschlands. Basierend auf der Klimaschutzkampagne „Tübingen macht blau“ konnte die Stadt ihren CO2 Ausstoß innerhalb von 7 Jahren um 32% verringern, während der gesamtdeutsche CO2 Ausstoß sich lediglich um 8% verringerte. Mit seiner Coronapolitik, bei der Palmer von Anfang an konsequent auf den Schutz der Risikogruppen, frühes, schnelles Testen und viele durchdachte Einzelmaßnahmen gesetzt hat, ist es Tübingen gelungen erfreulich niedrige Corona Inzidenzwerte durch die gesamte Krise hindurch zu haben.

So hat Tübingen schon seit 4 Wochen eine Inzidenz von unter 35.


Wann: Dienstag 09.03., 20.00 Uhr

Dauer: 45 Minuten

Wo: Online


Interessierte erhalten den Teilnahmelink, wenn sie eine Mail an info@gruene-limburg.de senden.


Gesellschaftlichen Zusammenhalt Fördern - Online Veranstaltung am Montag, 08. März um 19.00 Uhr



Ein gutes Miteinander und gelebte Solidarität sind grundlegend für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Gelingende Integration setzt Offenheit, Austausch und Teilhabemöglichkeiten voraus. Begegnungen und Integration finden unter anderem in Betrieben, Sportvereinen, Religionsgemeinschaften, Schulen und Kitas statt. Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen erschweren dies.
Unser Miteinander wird allerdings immer wieder durch Diskriminierung, Intoleranz und Hass bedroht. Der rechtsextremistische Anschlag in Hanau hat uns zutiefst schockiert. Rassismus tötet – immer wieder. Als Demokratinnen und Demokraten müssen wir uns diesem Hass entschieden entgegenstellen. Es darf nicht nur dann einen Aufschrei geben, wenn jemand getötet wird. Wir alle müssen institutionellem wie alltäglichem Rassismus konsequent Einhalt gebieten. In diesem Zusammenhang wollen wir auch die AfD und ihr Wirken im Kreis und im Bund näher betrachten.
Gemeinsam mit Omid Nouripour, außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, der Grünen Kandidatin als Bürgermeisterin von Limburg Birgit Geis und Ihnen/ Euch diskutieren wir, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt, Toleranz, Miteinander und Vielfalt fördern sowie Hass und Hetze entschieden entgegentreten können. Jutta Lippe, Vorsitzende des Vereins „Wir sind mehr“ e.V., moderiert den Abend. Wir laden Sie/ Euch herzlich zu der Veranstaltung ein.

Frauen in höhere Lohngruppen

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis ist es wichtig, dass der Anteil an Frauen in Führungspositionen bei der Stadtverwaltung Limburg steigt. Sie besuchte deshalb Carmen von Fischke, die Frauenbeauftragte der Stadt Limburg, um sich über die Situation von Frauen bei der Stadtverwaltung zu informieren. Zurzeit werden nur sechs von 16 Ämtern der Stadt von Frauen geführt. Frau von Fischke gab an, dass alle sechs Jahre ein neuer Frauenförderplan erstellt wird. Das Frauenbüro wirke an Grundsatzentscheidungen und Maßnahmen mit, die Bedeutung für Gleichstellung und Chancengleichheit haben. Es prüfe Rats- und Beschlussvorlagen, gäbe Anregungen für Maßnahmen und Projekte und arbeite mit anderen städtischen Ämtern zusammen. Das Frauenbüro der Stadt Limburg arbeite auch eng mit dem Frauenbüro der Kreisverwaltung zusammen und führe gemeinsam Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu aktuellen und grundlegenden Themen der Frauenpolitik und Gleichstellung aus.

 

Ein erfreulicher Trend sei bei der Inanspruchnahme der Elternzeit von männlichen Mitarbeitern zu erkennen.

 

Geis dankte Frau von Fischke für die wichtige Arbeit des Frauenbüros der Stadt Limburg.

„Selbstverständlich sind die Aufstiegschancen für Frauen nicht. Auch ist die Mehrheit der Frauen in den unteren Lohngruppen beschäftigt. Je höher die Lohngruppe, um so weniger sind diese Stellen von Frauen besetzt. Hier gibt es noch viel zu tun.“

Wertvolles Ackerland erhalten, keine unbegrenzte Gewerbeansiedlung


Der Erhalt von Böden ist ein wichtiger Bestandteil zur Klimaanpassung und für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Deshalb kann es nicht sein, dass unbegrenzt Gewerbegebiete ausgewiesen werden und immer mehr wertvolles Ackerland verloren geht.


Was ist in fünf bis zehn Jahren, wenn das geplante Gewerbegebiet in Offheim „Nördlich der Kapellenstraße“ bis zum Dehrner Weg bebaut ist? Dann heißt es wieder, die Stadt müsse sich entwickeln und man dürfe nicht zulassen, dass Firmen woanders hin abwandern. Und dann wird wieder ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen und dann gibt es noch mehr versiegelte Fläche – ohne Rücksicht auf Mensch und Tier. Diese Spirale will ich durchbrechen und deshalb spreche ich mich definitiv gegen die Erweiterung des Gewerbegebietes in Offheim „Nördlich der Kapellenstraße“ bis zum Dehrner Weg hin aus. Ich will, dass ein Bodenschutzkonzept mit einem Plan erarbeitet wird, welche unterschiedlichen Bodenqualitäten es in und um Limburg gibt.


Gefördert wird ein solches Bodenschutzkonzept vom Land Hessen. Wir brauchen in Limburg als moderne Stadt, Firmen, die mit Ressourcen sparsam umgehen, flächensparend und energieeffizient bauen und Zukunftstechnik entwickeln. Offheim ist bereits von Gewerbeansiedlungen umgeben, die sehr nah an die Wohngebäude heranreichen. Es ist nur richtig, dass jetzt in Offheim eine Naherholungszone ausgewiesen wird als Ausgleich für die vorhandenen Gewerbegrundstücke. Die Bedingung eine Naherholungszone nur umzusetzen, wenn das Gewerbegebiet erweitert wird, halte ich für untragbar.


Ich halte es auch für untragbar, dass hier eine Gewerbefläche gegen den Willen des Ortsbeirates Offheim durchgesetzt werden soll, eine Gewerbefläche, die Offheim nachhaltig zum Negativen verändern wird.



Zuhören statt Anhören.

 

Seit November 2020 sprach Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis mit der Ortsvorsteherin von Lindenholzhausen, den Ortsvorstehern von Dietkirchen, Offheim, Staffel, Linter, der Kernstadt und dem stellvertretenden Ortsvorsteher von Eschhofen.

 

„Mir waren diese Gespräche sehr wichtig. Die Stadtteile finden oft nicht die nötige Berücksichtigung in der Stadtpolitik. Der Austausch mit der Ortsvorsteherin und den Ortsvorstehern war sehr informativ und aufschlussreich. So konnte ich mich vor Ort über die Probleme und Anliegen der Stadtteile informieren.

 

Die Ortsbeiräte haben die direkteste Verbindung zu den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile. Bei städtischen Angelegenheiten, die den Stadtteil betreffen, müssen sie gehört werden. Ich möchte die Ortsbeiräte aber nicht nur anhören, ich möchte ihnen zuhören. Nur so ist gewährleistet, dass die Anliegen der Stadtteile auch tatsächlich berücksichtigt werden. Zuhören verhindert auch, dass die Stadt gegen das Votum der Ortsbeiräte entscheidet.

 

Ein Beispiel hierfür sieht Geis in der geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes in Offheim „Nördliche der Kapellenstraße“. Obwohl sich der Ortsbeirat Offheim gegen diese Erweiterung ausspricht, wollen die Stadtverordneten der CDU, der SPD und der FDP an der Erweiterung festhalten. Auch sollte man den Ortsbeiräten die selbständige Verwendung der Verfügungsmittel „Ortsbeiräte“ nicht einschränken.

 

„Ich will mich als Bürgermeisterin auch dafür einsetzen, dass die Infrastruktur in den Stadtteilen mehr gefördert wird. Es gibt immer weniger Bäckereien, Metzgereien, Gasthäuser und immer mehr Wohnungsleerstand in den Stadtteilen. Dem muss unbedingt durch geeignete Fördermaßnahmen entgegengewirkt werden, damit das Leben in den Stadtteilen attraktiv bleibt. Als ein wichtiges Anliegen ist mir auch, dass Dietkirchen so wie alle anderen Stadteile endlich wieder eine Grundschule erhält“, so Geis.

Gesundes Essen braucht das Land

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis besuchte den Bio-Bauernhof „Harvester Hof.“

 

Sie konnte sich dabei von dem vielseitigen Angebot überzeugen, was dieser Bio-Bauernhof zu bieten hat. Neben dem Hofladen und einem Hofcafé kann man Erntekisten u. a. mit Brot, Käse, Eier, Kartoffeln, Gemüse und Obst aus biologischem Anbau erwerben. Man kann im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft Anteilnehmer des Bio-Bauernhofs werden und es wird „Landwirtschaft zum Anfassen“ durch Rundgänge angeboten. Hierbei erhält man Einblicke in die ökologische Landwirtschaft und den Kreislauf des Handwerks.

 

„Der biologische bzw. ökologische Landbau ist eine besonders ressourcenschonende und umweltverträgliche Form der Landwirtschaft. Er wirtschaftet im Einklang mit der Natur und stellt einen großen Beitrag zum gesunden Leben dar. Aus diesem Grund muss die biologische Landwirtschaft besonders gefördert werden, z. B. mit Bevorzugung bei Pachtverträgen mit besonders kostengünstigen Pachtgebühren“ so Geis.

Situation der Pflegeheime in Corona-Zeiten.

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis traf sich mit Max Prümm, Geschäftsführer des Caritasbezirks Limburg und Othmar Hicking, dem Abteilungsleiter der Caritas- Seniorendienste, um sich über die aktuelle Lage in den Pflegeheimen zu informieren.

 

Nach einer schweren Zeit stabilisiert sich die Lage in den Caritas-Pflegeheimen. Trotz des Coronakonzepts mit AHA-Regelung, Besuchsbeschränkungen und Schnelltests aller Besucher und Mitarbeiter, stiegen Anfang des Jahres die Zahl der infizierten Bewohner und Toten in den Pflegeheimen bedenklich.

 

Mittlerweile sind alle Heimbewohner zum zweiten Mal geimpft und es können wieder neue Bewohner aufgenommen werden. Mit dem Gesundheitsamt arbeitet man eng zusammen.

 

Allerdings war die Personalsituation der Pflegekräfte schon vor der Corona-Pandemie angespannt, jetzt ist das Pflegepersonal am Limit seiner Kräfte. Hier ist die Politik gefordert, gegenzusteuern.

 

Birgit Geis bedankte sich für das außerordentliche Engagement der Caritas und hofft für die Zukunft, dass durch die Impfung weiterer Bevölkerungsgruppen wieder Normalität in die Pflegeheime zurückgekehrt und die Isolation der Bewohner von ihren Angehörigen bald ein Ende hat.

Sicherheit

 

Wie sicher sind die Menschen in Limburg? Dieses Thema wird jetzt kurz vor der Bürgermeister- und Kommunalwahl oft diskutiert. Um sich zu informieren sprach Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis mit dem 1. Stadtrat, Michael Stanke, und dem Leiter des Ordnungsamtes, Michael Wolf.

 

So gibt es eine Diskrepanz zwischen der tatsächliche Sicherheit und dem subjektiven Sicherheitsempfinden, vor allem von Frauen und älteren Bürgerinnen und Bürgern. Nach Angaben von Kriminaldirektor Göbel war die Anzahl der Straftaten in Limburg 2020 leicht rückgängig und nach der Information zur Sicherheitslage ist die Aufklärungsrate von Verbrechen gestiegen, sie nimmt hessenweit sogar eine Spitzenstellung ein.

 

Hierzu meint Geis: „Trotzdem müssen wir das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen ernst nehmen und uns dafür einsetzen, dass es besser wird.“

 

Zurzeit verrichten 23 Hilfspolizisten in Limburg ihren Dienst. Die Hilfspolizisten gehen in Schichtdienst auf Streife, es gibt einen Hundeführer, der auch in der Dunkelheit auf Streife geht, im Sommer gibt es eine Schwimmbadaufsicht und durchgängig wird der ruhende Verkehr überwacht. Im freiwilligen Polizeidienst arbeiten 11 Personen und zusätzlich gehen auch die Polizisten der Polizeistation auf Streife.

 

Natürlich ist coronabedingt nicht alles so optimal geregelt. So ist der freiwillige Polizeidienst zurzeit eingestellt und die Polizisten gehen nicht gemeinsam mit den Hilfspolizisten auf Streife, auch krankheitsbedingt sind nicht alle Hilfspolizisten im Einsatz.

Angesichts dieser Sachlage spricht sich Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis für eine Aufstockung des städtischen Ordnungsdienstes von fünf Hilfspolizisten aus. Das wäre eine Entlastung für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des städtischen Ordnungsdienstes, die zurzeit am Limit arbeiten. Die Einführung einer Stadtpolizei lehnt Geis ab. Diese würde sehr hohe Kosten verursachen, denn für die Polizisten der Stadtpolizei müsste eine eigene Abteilung mit Vorgesetzten geschaffen werden. Die Stadtpolizisten bräuchten eine spezielle Ausbildung und es ist zu befürchten, dass dann von der Polizeistation in Limburg Polizisten abgezogen würden.

 

„Wichtig ist, das die Ordnungshüter Präsenz zeigen, besonders an unbelebten Plätzen und in der Dunkelheit. Gerade bei unbelebten Plätzen müssen wir für eine gute Beleuchtung sorgen,“ so Geis.

Moderne Mobilität

 

Auf die Frage, warum wir eine Verkehrswende in Limburg brauchen, antwortete Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis: „Das Ziel der Verkehrspolitik einer Stadt muss sein, dass die Menschen sich wohlfühlen, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid nicht überschritten werden und eine CO2-Reduzierung, die dem Klimawandel entgegenwirkt.

 

Saubere Luft ist der Grundstein für ein gesundes Leben, für Lebensqualität. Klimaschutz durch geringeren CO2 Ausstoß bewahrt die Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkelkinder.

 

Wir müssen weg von der autogerechten Stadt und die Gleichung Parkplätze gleich Umsatz stimmt nicht mehr. Wichtig ist es Besucherströme in die Stadt zu leiten und das wird nur durch eine attraktive Innenstadt erreicht. Eine Innenstadt, die frei ist von Blechlawinen und Verkehrslärm, zieht Besucher an und belebt dadurch die Geschäfte.“

 

Geis schloss daraus, dass dies nur zu erreichen sei mit der Verkehrswende, mit einer autoarmen Stadt. „Um dies umzusetzen, will ich als Bürgermeisterin den Öffentlichen Personennahverkehr so gestalten, dass es bequem ist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu kommen. Ich will, dass die Fahrradwege einladend, ungefährlich und praktisch sind und es Spaß macht, mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren.“.

 

Hierzu gehörten u. a. eine viertelstündliche Vertaktung der Stadtlinie in Verbindung zu den Stadtteilen, kostenloses Parken für E-Autos, Car-Sharing in allen Stadtteilen und vor Seniorenwohnanlagen, Erweiterung des Anrufsammeltaxis und höchstens Tempo 30 auf den Straßen in der Innenstadt.

 

„Als Zeichen, dass wir eine moderne Mobilität für die Zukunft erreichen wollen, ist für mich die Anschaffung eines autonomen Busses, der z. B. vom Bahnhof über den Neumarkt zum Dom fahren könnte. Ich habe selbst schon in anderen Städten gesehen, wo ein autonomer Bus eingesetzt und er ein Anziehungspunkt für die Bewohner und Touristen war.

 

Bis jetzt sind weder genügend noch die wichtigen Maßnahmen zur Abwendung des Dieselfahrverbotes umgesetzt worden. Die dynamischen Fahrgastinformationen, die jetzt überall an Haltestellen aufgestellt werden, sind dafür ein typisches Beispiel. Diese dynamischen Fahrgastinformationen nützen gar nichts, wenn die Busse nur alle 90 Minuten kommen.

 

Ich sehe es für eine Bürgermeisterin als eine Pflicht an, Maßnahmen zu ergreifen, die für eine saubere Luft in der Stadt zu sorgen und das unabhängig von einem drohenden Dieselfahrverbot“ schloss Geis.

UV-C-Strahler gegen Corona

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis besuchte die Firma Kandem-Leuchten GmbH in Diez und informierte sich in einem Gespräch mit dem Geschäftsführer Benno Faustmann, und dem Vertriebsleiter der Dr. Fischer Group Dr. Christoph Mehlmann

 

Die Firma Candem stellt UV-C-Strahler her, die in der Lage sind Viren, Bakterien und Sporen in Räumen unschädlich zu machen. Solche UV-C-Strahler werden schon seit vielen Jahren eingesetzt, um u. a. Trinkwasser, Luftströme und Oberflächen zu desinfizieren. Die UV-C- Strahler für Räume sind strahlungssicher und ozonfrei konzipiert.

 

„Da der Corona-Impfbeginn bis jetzt holprig gelaufen und das Coronavirus mutiert, müssen wir außer Beschränkungen alle Möglichkeiten prüfen, die geeignet sein könnten, das Virus unter Kontrolle zu bringen“ fordert Birgit Geis. „Hierzu gehören auch UV-C-Strahler. Sie sind einsetzbar in Seniorenheimen, Schulen, Kindergärten und Kitas. In Hanau werden UV- C-Reiniger schon in Bussen eingesetzt.“

Mehr Bäume braucht die Stadt

 

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis sprach bei einem Informationsaustausch mit Gerd Zimmermann und Hermann Maxeiner vom Vorstand Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Limburg-Weilburg, u. a. über die wichtige Rolle, die Bäume für die Stadt haben. Es konnte festgehalten werden, dass Bäume nicht nur Co2 und Feinstaub binden, Bäume wirken auch durch ihre Wasserverdunstung wie natürliche Klimaanlagen. Aus diesem Grund sind Bäume in der Stadt bei zunehmend heißeren Sommern immer wichtiger.

 

„Deshalb kann es nicht angehen, dass gesunde Bäume, wie hier in der Westerwaldstraße auf Druck von Anwohnern und ohne ernsthafte Überlegung, die unter den Bäumen befindlichen Gasleitungen umzulegen, gefällt werden,“ so Geis.

 

Zum Glück konnten die Platanen auf dem Neumarkt erhalten bleiben. Die Bürgerinitiative

„Rettet die Platanen auf dem Neumarkt“ erreichte hierzu einen Bürgerentscheid. Im Frühsommer 2020 wurde dann mit der Mehrheit von SPD und CDU der Beschluss zur Umgestaltung des Neumarkts mit der Planung, die Platanen zu fällen, aufgehoben. Damit entfiel der Grund für den Bürgerentscheid, der die Beteiligten viele Arbeit und Mühe gekostet hatte. CDU und SPD haben wohl vor dem Bürgerentscheid und der Kommunalwahl kalte Füße bekommen“, bemerkte Geis.

 

„Bäume und Parkflächen schaffen für die Menschen in der Stadt ein Wohlfühlklima. Deshalb müssen wir darauf achten, dass kein Baum unnötig gefällt wird und dass die Naherholungsflächen im „Paradies“ Greifenberg, Linterer Wäldchen und am Schafsberg erhalten bleiben.

 

Wir haben viele Möglichkeiten, um die Klimakrise zu überwinden und Klimaziele zu erreichen. Hierzu gehören neben dem Erhalt und Neuanpflanzung von Bäumen auch die Verkehrswende, energieeffizientes Bauen, Fotovoltaik und Solaranlagen, Regenwasserversickerung und keine unnötige Bodenversiegelung. CO2-Einsparungen müssen bei allen Projekten höchste Priorität haben.

 

Ich finde, dass es sinnvoll ist, bei allen Planungen enger mit den Naturschutzverbänden zusammenzuarbeiten und sie nicht nur als Träger öffentliche Belange anzuhören. Für diese Zusammenarbeit und die Planung und Durchsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz brauchen wir ein eigenes Klima- und Umweltschutzamt mit einem Klimabeauftragten, wie es in anderen Städten bereits üblich ist.


Radwege sicherer machen

 

Die Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis fuhr die Radwege in und um Limburg ab. Dabei stellte sie fest, dass noch sehr viele Verbesserungen des Radwegenetzes umzusetzen sind.

 

So fuhr sie auch auf dem Radweg von der Dorfmitte in Dietkirchen zur Leo-Sternberg- Schule, dem Schulweg der Dietkircher Kinder. Dieser Radweg sei auf dem Hinweg fünfmal, auf dem Rückweg sogar sechsmal durch eine Straße und immer durch eine gefährliche Ein-

/Ausfahrt zu Geschäften unterbrochen.

 

Auch sei ein großer Gefahrenpunkt auf dem Radweg zwischen Dietkirchen und Dehrn in Höhe des Weißen Hauses vorhanden. Dies seien nur zwei Beispiele, dass das vorhandene Radwegenetz weder durchgängig noch ungefährlich sei, so Geis.

 

„Ich werde mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass eine Bestandsaufnahme der Schwachstellen des Radwegenetzes der Stadt Limburg durchgeführt wird. Hierzu benötigen wir aber kein neues Radwegekonzept. Im Masterplan, der über Jahre entwickelt und für den Steuergelder verwendet wurden, stehen Konzepte bereits drin. Man sollte vielmehr mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dem Verband für Radfahrer, der Schwachstellen des Radwegenetzes bereits aufgelistet hat, Kontakt aufnehmen.

 

Ich plädiere außerdem für die Aufstellung von Fahrradboxen, die man mit dem eigenen Fahrradschloss abschließen kann. Sie sind günstiger als ein großes Fahrradparkhaus, schneller aufzustellen und von heimischen Firmen herstellbar. Die Fahrradboxen sollten an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgestellt werden, z. B. am Neumarkt, am Bahnhof und in der Altstadt.

 

Wir haben im letzten Jahr beobachtet, dass immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Diesen Effekt sollten wir nutzen und das Radfahren in der Stadt noch bequemer und sicherer machen. So können wir die Verkehrswende, das Erreichen von Klimazielen und die Verringerung von NO2 schneller umsetzen – und nicht zuletzt dem Dieselfahrverbot entgegenwirken.“


Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn

 

Bei einer Stadtbegehung in Limburg an der Lahn informierte sich Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis über einen möglichen Standort einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn.

 

„Für mich stellt sich eine Brücke auf der Höhe des Campingplatzes mit einem Bogen zur Schleuseninsel und von dort mit einem Bogen auf die Eschhöfer Lahnseite als die attraktivste Lösung dar“, so Geis.

 

Für die Touristen und Limburger wäre es sehr reizvoll im Karree von der Alten Lahnbrücke zum Campingplatz, von dort über die Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Lahn zur anderen Lahnseite und unterhalb vom Dom zurück zur Alten Lahnbrücke zu flanieren.

 

Ebenso kämen Campinggäste und die Bewohner des Rosenhangs fußläufig oder mit dem Fahrrad schnell auf die andere Lahnseite und dadurch auch schnell in das Naherholungsgebiet Tal Josaphat und Greifenberg. Umgekehrt könnten die Bewohner der Südstadt schnell ins Schwimmbad und auf den Radweg Richtung Staffel und Dietkirchen gelangen.

 

„So eine Brücke beeinträchtigt nicht den Campingplatz, im Gegenteil, sie ist eine Bereicherung für den Campingplatz und Campinggäste.

 

Die Holzbrücke in Dietkirchen zeigt, dass solche Fußgänger- und Radfahrerbrücken von der Bevölkerung gut angenommen werden. Holzbrücke und die St. Lubentius-Basilika geben ein harmonisches Bild ab.

Genauso wäre es bei einer Holzbrücke auf der Höhe des Campingplatzes. Eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke bedeutet auch die Weiterentwicklung des Stadtpark Lahn.

Für so ein High-Light werde ich mich als Bürgermeisterin einsetzen“, meinte Geis.

Mehrgenerationenpark

 

Bei einem Besuch in Selters-Eisenbach besichtigte die Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis den Mehrgenerationenpark.

 

Dieser Mehrgenerationenpark wäre ein gutes Beispiel für die Weiterentwicklung des Stadtparks Lahn im Bereich der Lichfieldbrücke bis zur ICE-Brücke. In diesem Mehrgenerationenpark könnten sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene insbesondere auch ältere Menschen treffen und ihre Freizeit verbringen. Die Lahn als natürliches Natur- und Erholungsgebiet gilt es zu erhalten, so Geis.

 

„Es gibt jetzt schon an der Obermühle einen Biergarten, den man optisch verbessern könnte. Sport und Spiel im Einklang mit der Natur stehen im Vordergrund bei allen Planungen. Der Uferbereich muss naturnah erhalten bleiben.“ meinte Geis.

 

Der Stadtpark Lahn mit einem Verweilpavillon an der Obermühle, dem Mehrgenerationspark mit Spiel- und Fitnessgeräten, einer Erlebnispromenade, einer Parklandschaft und Kulturinsel, einem Rundweg mit Fußgänger- und Radfahrerbrücke wäre eine Investition für die Zukunft. Jung und Alt, den Bürgerinnen und Bürgern von Limburg und den Touristen gäbe er Möglichkeiten zur Kommunikation und das wäre es, was eine Stadt lebendig mache, so Geis.

 

„Pläne für den Stadtpark Lahn gibt es bereits seit 2002. Sie sind aber irgendwann noch zu Zeiten von CDU-Bürgermeister Martin Richard und der inzwischen aufgelösten FWG in der Versenkung verschwunden und auch in der Zeit von Bürgermeister Dr. Hahn nicht wieder aufgetaucht. Stattdessen werden immer wieder neue Pläne vorgelegt.

 

Wir müssen wegkommen von der Planeritis, die es verhindert, dass gute alte Pläne durch immer wieder neue Pläne ersetzt werden, die neuen Pläne aber dann auch nicht umgesetzt werden. Das lähmt die Umsetzung von Projekten und ist außerdem eine Verschwendung von Steuergeldern“, kritisierte Geis.

Nein zu Gewalt an Frauen

  

Jedes Jahr am 25. November ist der Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“.

 

Die Frauenbeauftragte der Stadt Limburg, Frau von Fischke, und die Frauenbeauftragte des Landkreises Limburg-Weilburg, Frau Jungmann-Hauff, machten auf diesen Tag wieder durch Flyer aufmerksam.

 

Vergewaltigung, Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung, Misshandlungen, häusliche Gewalt, jetzt noch verstärkt in Corona-Zeiten; dies alles wird Frauen angetan. Gewalt gegen Frauen wird in allen Schichten und in allen Ländern ausgeübt. In Limburg wurde letztes Jahr sogar eine Frau von ihrem Ehemann ermordet.

Wie nah uns das Thema „Gewalt an Frauen“ geht, zeigte der virtuelle Gottesdienst am Abend des 25. Novembers. An diesem virtuellen Gottesdienst nahmen viele Frauen teil. Dieser Abend hat gezeigt, dass wir Frauen nicht wehrlos sind, sondern zusammenstehen.

 

Wir sehen nicht weg, wir machen Frauen Mut und bieten Hilfen an. Wir zeigen uns solidarisch.


In eine lebendige Stadt gehören Familien mit Kindern

 

Die Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis fordert ein Wohnungsleerstandskataster für Limburg und die Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft. „Limburgs Einwohnerzahlen steigen und das bedeutet, dass mehr Wohnraum in Limburg benötigt wird, insbesondere kleine und bezahlbare Wohnungen für Singles und Familien. Es wurden zwar Wohnungen in den letzten Jahren in Limburg gebaut. Dabei handelt es sich aber hauptsächlich um Seniorenwohnanlagen und hochpreisigen Wohnraum. Außerdem muss ich feststellen, dass Häuser abgerissen und auf den so entstandenen Flächen Parkplätze gebaut werden.

 

Was wir brauchen, sind in der Innenstadt und in der Altstadt Wohnungen für Familien mit Kindern. Für Familien, die es sich nicht leisten können, Wohnungseigentum zu erwerben. Eine Stadt ist nicht nur durch florierende Geschäfte lebendig, sondern auch durch die Menschen, die in dieser Stadt wohnen. Es ist wichtig, dass wir in der Innenstadt und in der Altstadt dem Häuserleerstand ein Ende machen. Deshalb werde ich mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass endlich ein Wohnungsleerstandskataster erstellt wird und dass endlich die seit Jahren geforderte städtische Wohnungsbaugesellschaft gegründet wird. Hierzu müssen Fördermittel vom Land Hessen in Anspruch genommen werden. Auch leerstehende, ehemalige Geschäftshäuser können in Wohnraum umgewandelt und aus dem jetzt leerstehenden alten Neuen Rathaus könnte ein Mehrgenerationenhaus werden. Wir müssen verhindern, dass in der Innenstadt und in der Altstadt keine Familien mit Kindern mehr wohnen“.

 

In den Stadtteilen fehle es allerdings an Seniorenwohnanlagen, aber auch an Wohnraum für Familien mit geringem und mittlerem Einkommen, so Geis.

 

In dem geplanten Baugebiet Blumenrod V und VI sieht Geis allerdings keine Lösung.

„Einem 25 ha großen Baugebiet für mindestens 1.600 Bewohner, das einem Stadtteil gleichkommt, ohne ein schlüssiges Verkehrskonzept und ohne einer genügenden Anzahl von bezahlbarem Wohnraum kann ich nicht zustimmen.“


Wertvolles Ackerland erhalten, keine unbegrenzte Gewerbeansiedlung

 

Birgit Geis, die Bürgermeisterkandidatin der Grünen, spricht sich für den Erhalt wertvollen Ackerlandes in dem geplanten Offheimer Gewerbegebiet „Nördlich der

Kapellenstraße“ aus.

 

Bei einer Begehung des Offheimer Gewerbegebietes mit Florian Brechtel, Sprecher der Bürgerinitiative Offheim, stellte sie fest, dass es nicht verantwortbar ist, welche Ausmaße das geplante Gewerbegebiet in Anspruch nehmen wird. „Offheim ist bereits umgeben von Gewerbeansiedlungen, die sehr nah an die Wohngebäude heranreichen. Es ist nur richtig, dass jetzt in Offheim eine Naherholungszone ausgewiesen wird als Ausgleich für die vorhandenen Gewerbegrundstücke.

 

Auch der Ortsbeirat von Offheim spricht sich gegen die Ausdehnung des Gewerbegebietes

„Nördlich der Kapellenstraße“ aus. Dem Offheimer Ortsvorsteher Arne Piecha, CDU, empfahl die Bürgermeisterkandidatin bei einem Gespräch, seine Kolleginnen und Kollegen der CDU-Fraktion Limburg zu einem Nein der Ausweitung des Gewerbegebietes aufzufordern. Zurzeit befürwortet die CDU-Fraktion diesen Ausbau.

 

„Natürlich ist Gewerbeansiedlung wichtig für die Stadt Limburg, Limburg ist ein attraktiver Gewerbestandort. Aber wir müssen uns fragen, welche Grenzen es gibt. Es kann nicht sein, dass unbegrenzt Gewerbegebiete ausgewiesen werden und immer mehr wertvolles fruchtbares Ackerland versiegelt wird“, so Geis.

 

Geis schlägt vor, dass die Stadt Limburg nach dem Beispiel der Stadt Wetzlar ein Bodenschutzkonzept erarbeitet und Pläne erstellt, welche unterschiedlichen Bodenqualitäten es in und um Limburg gibt. Gefördert würden diese Bodenschutzkonzepte vom Land Hessen.

 

Bei einer Begehung des ICE-Gebietes stellte die Bürgermeisterkandidatin fest, dass von dem Vorhaben, nur hochwertiges Gewerbe anzusiedeln, nicht viel übrig geblieben sei. Es gäbe zwar einige Gewerbeflächen, die sehr hochwertige Dienstleistungen anböten. Aber die vielen Fastfood-Restaurants und verschiedene Logistikunternehmen hätten in diesem Ausmaß nicht in das ICE-Gebiet gehört.

 

„Die wenigen Flächen, die jetzt noch im ICE-Gebiet zur Verfügung stehen, dürfen nur an Firmen vergeben werden, die mit Ressourcen sparsam umgehen und flächensparend bauen. Mein Ziel ist es Firmen, nach Limburg zu holen, die diese Voraussetzungen erfüllen, gute Arbeitsbedingungen bieten und Zukunftstechnik entwickeln. Nur so bleibt Limburg wettbewerbsfähig“, meinte Geis.

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis überreicht der Limburger Caritas-Wohnungslosenhilfe 1.000 Alltagsmundschutzmasken

 

Birgit Geis, die Bürgermeisterkandidatin der GRÜNEN, überreichte bei ihrem Besuch am 16. Dezember 2020 dem Leiter der Limburger Caritas-Wohnungslosenhilfe, Harry Fenzl, 1.000 Alltagsmundschutzmasken.

 

Im anschließenden Gespräch wurde festgestellt, dass gerade in diesen schwierigen Zeiten, in denen das Corona-Virus das Leben aller beherrscht, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft am meisten betroffen sind. Viele Wohnungslose haben keinen Rückzugsort, d. h. auch, dass eine Quarantäne nicht möglich ist, ein großer Teil gehört zu den Hochrisikogruppen, Wohnungslose mit fehlender oder unzureichender staatlicher Unterstützung haben kaum noch Einnahmen durch Flaschensammeln oder durch Betteln.

Auch die Caritas-Wohnungslosenhilfe Limburg musste ihre Angebote für die Hilfesuchenden zurückschrauben.

 

Harry Fenzl informierte über das Corona-Konzept der Caritas-Wohnungslosenhilfe. So konnten seit März die Beratungen, wenn auch eingeschränkt, weiter durchgeführt werden. Die Begegnungsstätte Oase, wurde nach außen verlegt. Duschen oder Wäsche waschen wurde für die Wohnungslosen ermöglicht. So wurde sichergestellt, dass den Hilfebedürftigen in ihrem Alltagsleben weiterhin Halt gegeben werden konnte. Der bei dem Gespräch auch anwesende Geschäftsführer, Max Prümm, gab einen kurzen Überblick über die Situation in den Caritas-Altenheimen und berichtete dass die Lage sich etwas stabilisiert hätte.

 

Herr Fenzl konnte mitteilen, dass die stationären Plätze in der Caritas-Wohnungslosenhilfe weiterhin belegt seien und dass es ein Glücksfall war, dass der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde St. Marien das leerstehende Pfarrhaus in der Gartenstraße, wenn auch nur vorübergehend, zur Verfügung stellt. Dort wurden weitere Appartements für stationär untergebrachte Menschen in sozialen Schwierigkeiten und auch ein Quarantäneraum eingerichtet. Die Renovierungen, die hierzu nötig waren und noch sind, wurden von den jetzigen Bewohnern durchgeführt, auch die Außenanlagen werden von den Bewohnern sehr gut gepflegt.

 

Bürgermeisterkandidatin Geis, die beruflich als Sozialamtsmitarbeiterin viele Jahre mit dem Team der Caritas-Wohnungslosenhilfe zusammenarbeitete, dankte Herrn Fenzl für die vorbildliche Arbeit.

 

„Ich habe mit vielen Wohnungsloseneinrichtungen zu tun gehabt und kann sagen, die Caritas-Wohnungslosenhilfe Limburg gehört nicht zur Sozialindustrie, die die Unterbringung und Hilfeanbietung für Wohnungslose als Geschäft ansieht. Bei der Caritas-Wohnungslosenhilfe Limburg merkt man, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Besonderen Dank gilt auch Pater Toni Schroers, der es ermöglichte, dass das Pfarrhaus St. Marien zur Verfügung gestellt wurde. So kann die Arbeit der Caritas-Wohnungslosenhilfe weiterhin gut durchgeführt werden. Als Bürgermeisterin werde ich mich dafür einsetzen, dass die gute Zusammenarbeit zwischen der Caritas-Wohnungslosenhilfe und der Stadtverwaltung Limburg erhalten bleibt.“

Bürgermeisterkandidatin Birgit Geis fordert eine Grundschule für Dietkirchen

Ich möchte eine Bürgermeisterin für alle Limburger Bürgerinnen und Bürger werden, für die Bürgerinnen und Bürger der Innenstadt und für die Bürgerinnen und Bürger in den Stadtteilen.

 

Ich bin der Meinung, dass die Stadtteile in der Stadtpolitik oft zu wenig Beachtung erhalten, zumal die Ortsbeiräte nur eine beratende Funktion haben. Aus diesem Grund suche ich das Gespräch mit allen Limburger Ortsvorstehern.

Das erste Gespräch führte ich mit Markus Wirth, dem Ortsvorsteher von Dietkirchen.

 

Bei diesem Gespräch konnte festgehalten werden, dass es in Dietkirchen ein reges Vereinsleben gibt und Dietkirchen durch den Vereinsring, dem alle Vereine angehören, gut aufgestellt ist. Auch die Eigenleistung von Dietkircher Bürgern und den Vereinen ist vorbildlich. Natürlich musste auch in Dietkirchen durch die Corona-Krise eine Vollbremsung gemacht werden, alle Veranstaltungen fielen aus und das Vereinsleben ist ziemlich heruntergefahren.

 

Ein Anliegen von Ortsvorsteher Wirth ist der Neubau des Kindergartens. Der jetzige Kindergarten ist nicht mehr zeitgemäß und weist Mängel auf, die nicht mehr zu beheben sind. Der neue Kindergarten, der an gleicher Stelle gebaut werden soll, befindet sich bereits in der Planung, hier wünscht sich der Ortsbeirat allerdings eine bessere Beteiligung. Ich stelle fest, alles in allem ist Dietkirchen gut aufgestellt, die Bürger fühlen sich in Dietkirchen wohl.

 

Auf der anderen Seite gibt es aber auch die fehlende Infrastruktur in Dietkirchen, eine Infrastuktur, die für ein Dorfleben sehr wichtig ist:

 

Früher gab es in Dietkirchen vier Lebensmittelläden, zwei Bäckereien, eine Post, einen Metzger und sechs Gaststätten im Dorfkern. Das ist alles schon lange her. Es gibt nur noch das Alte Fährhaus an der Lahn, das ist aber auch schon alles. Früher gab es eine Volksschule, in die alle Dietkircher Kinder bis zur 8. Klasse gehen konnten. Die Kinder von Dietkirchen gehen von der ersten Klasse an in die Leo-Sternberg-Schule. Sie bleiben aber nicht zusammen in einem Klassenverband, sondern werden auf verschiedene Klassen aufgeteilt.

 

Nach vielen Geprächen, die ich mit Dietkircher Eltern geführt habe, ist dies nicht förderlich für die Kinder aus Dietkirchen. Im Kindergarten waren die Kinder noch alle zusammen. Sobald sie aber in die Schule kommen, werden sie getrennt. Verabredungen für nachmittags zum Spielen werden schwieriger oder entfallen ganz, Freundschaften können nicht mehr gepflegt werden, die Verbundenheit untereinander, die für das Wohl der Kinder sehr wichtig ist, leidet. Dietkirchen ist der einzige Stadtteil ohne eigene Grundschule.

 

Ich werde mich als Bürgermeisterin dafür einsetzen, dass Dietkirchen wieder eine eigene Grundschule bekommt. Meine ersten Gespräche als Bürgermeisterin werde ich mit Landrat Köberle als Schulträger und mit Herrn Forte, dem Schulleiter der Leo-Sternberg-Schule, führen, um einen gemeinsamen Weg zu finden, wie eine Grundschule in Dietkirchen etabliert werden kann.

 

Bis dahin ist es natürlich ein weiter Weg. In der Zwischenzeit muss es den Kindern von Dietkirchen ermöglicht werden, wieder ab dem ersten Schuljahr in eine Klasse gehen zu können. Gerade die Corona-Krise hat gezeigt, wie gut es ist, wenn Kinder in kleinen Klassenverbänden inidviduell unterrichtet werden können – weniger Kontakte. Das Vorhaben ist natürlich eine Herausforderung. Aber ich bin überzeugt davon, und wenn man von etwas überzeugt ist, findet man in der Regel auch einen Weg, um es durchzuführen.

 

Einig war ich mir mit dem Ortsvorsteher Wirth, dass das Lahnufer ein wichtiges Erholungsgebiet für Dietkircher Bürger und Besucher darstellt. Die Lahnanlage bietet den Bürgern Möglichkeiten zum Schwimmen, Picknicken und Spaß bei Festen. Die Holzbrücke verbindet die beiden Stadtteile Eschhofen und Dietkirchen. Auch der neue Spielplatz wird gut angenommen. Hierher kommen die Kinder mit ihren Eltern von nah und fern.


Bessere Belüftung von Schul- und Kitaräumen


Ich spreche mich für bessere Belüftungsmöglichkeiten an allen Schulen und Kindertagesstätten aus. Gerade in der kalten Winterzeit, die uns ja noch bevorsteht, ist eine Luftreinigung dringend geboten, um die Kinder vor den Coronaviren zu schützen. Allein durch das Lüften über Fenster wird man im Januar und Februar nur schwerlich den nötigen Luftaustausch erzielen können.

 

Eine mögliche Alternative sind die UV-C-Lampen, wie sie in Hanau in die Busse der Stadtlinie eingebaut werden. Das Max-Planck-Institut Chemie hat aber auch einen interessanten Vorschlag vorgestellt. Die Forscher haben eine Lüftungsanlage konstruiert, die sich mit Materialien aus dem Baumarkt bauen lässt.

 

Diese Abluftanlage entfernt 90% der Aerosolpartikel und damit auch möglicher Coronaviren aus der Abluft von Klassenräumen oder Kitagruppenräumen.

Gerade in den Weihnachtsferien könnten solche Anlagen in verschiedenen Schulen und Kitas eingebaut werden. Alles, was dazu führen kann, in Schulen und Kitas Coronaansteckungen zu vermeiden, ist meines Erachtens prüfenswert. 


Luftfilter gegen Covid 19 im Busverkehr


Ich mache mich dafür stark, vermehrt technische Möglichkeiten auszuschöpfen, um die weitere Ausbreitung der Coronapandemie zu verhindern.

Einen interessanten Weg geht dabei meiner Meinung nach die Stadt Hanau. Sie lässt ihre Linienbusse mit UV-C-Luftreinigern einer bekannten Hanauer Firma nachrüsten. Die UV-C-Lampen machen Viren und Bakterien mit einer Wirksamkeit von 99,9% unschädlich, auch den Covid-19-Erreger. Das haben Studien der Universitätsklinik Tübingen und der Boston University belegt.

Die Umrüstung vorhandener Busse gelingt in maximal 2-3 Stunden pro Bus und dabei entstehen Kosten von ca. 5.000 Euro pro Bus.

Die emittierten hochwertigen Lampen keine UV-Strahlen, außerdem haben sie mit rund 16.000 Stunden eine sehr hohe Lebensdauer und benötigen nur Haushaltsstrom.

Bei diesen verhältnismäßig geringen Ausgaben wird deutlich dass hierbei ein sehr günstiger Kosten-Nutzen-Faktor besteht.

Ich möchte mich bei allen zuständigen Stellen dafür einsetzen, dass alle Busse mit dem Ziel Limburg mit diesen vielversprechenden Luftreinigern ausgerüstet werden.

Dies müsse umgehend geprüft werden, damit spätestens nach den Weihnachtsferien die ersten Busse mit den UV-C-Lampen fahren können. Ziel ist es, dass die Eltern ihre Schulkinder dann bedenkenlos mit den Schulbussen fahren lassen können. Außerdem könnten dann auch alle anderen Fahrgäste wieder verstärkt den Öffentlichen Personennahverkehr benutzen.


 


Limburg spricht 


In der neuesten Folge von Limburg spricht, stelle ich mich Fragen rund um meine Kandidatur zu Bürgermeisterin in Limburg. Auf keinen fall verpassen!